Kopie von Logo.jpg (6370 Byte) Das Pommersche Bettenmuseum am Flugplatz in Peenemünde lädt Sie zu einem verträumten Besuch ein. Kopie von Karte.jpg (11720 Byte)
 

Das erste Bettenmuseum der Welt "Rund um's Bett".

Von 10 - 18 Uhr sind wir für Sie
am Flugplatz Peenemünde hellwach.

Tel.0171/9907630
Fax. 038371/28295

 

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Der unbemannte Flugkörper, dessen Sprengladung durch Aufschlag explodierte, sollte mit einem Schubrohr (Pulsionsstrahltriebwerk) ausgerüstet und vorwiegend gegen dichtbesiedelte Großstädte eingesetzt werden. Der Start erfolgte anfangs von einem 55 m langem Katapult oder auch als Freistart von einem Bomber vom Typ He 111 aus . Die Flugbombe bringt 850 kg Sprengstoff zu ihrem Flächenziel. Peenemünde machte sie "Frontreif".
Einzige erhaltene Tonaufnahme einer Fi 103 über London
 

DAS SCHMIDT ARGUSROHR AS 014

Die Faszination dieses Antriebes liegt sicherlich in der Einfachheit, Größe, Leistung, Menge des Kraftstoffverbrauchs und der
unvorstellbaren akustischen Darstellung seiner selbst.
Die Entwicklung reicht in die 10er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück.
Die Konstruktion ist denkbar einfach. Die Ausführung jedoch erfordert 100%ige physikalische Kenntnisse. 

Die Bestandteile des As 014 sind nur wenige.

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Das Herz ist das so genannte Klappenregister in dem sich zum einen die Ventile und zum andern die Kraftstoff- und Pressluftdüsen befinden.

Die Funktion:

Man stelle sich ein Rohr vor, in welchem die Luft nur in eine Richtung strömen kann, bedingt durch ein Ventilfeld ( Klappenregister ).Nun bringt man in das Rohr Treibstoff ein und entzündet es. Durch die Explosion werden die Ventile dicht gemacht und die entstanden Gase müssen nach hinten austreten. Dadurch entsteht wiederum ein Sog bei dem die Ventile aufgerissen werden und frische Luft reingezogen wird. Bei diesem Lufteinlass kommt Treibstoff hinzu, der ja unaufhörlich eingespritzt wird. Dieser explodiert wiederum und zwar durch die brennenden Gase die sich noch im Rohr befinden. Das alles nennt man ein "intemediertes Pulsoreaktionstriebwerk".

Eigentlich ganz einfach. Die wiederkehrenden Explosionen in dem Rohr ergeben einen ohrenbetäubenden Lärm. Dieser ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel: Größe des Rohrs, verwendeter Treibstoff, Anordnung der Kraftstoffdüsen im Verbrennungsraum und vieles mehr.

Klappenregister.jpg (30580 Byte)Bilder zum Vergrößern anklicken! 3.jpg (9329 Byte)
Dies ist die Explosionszeichnung einer späten Version des Klappenregisters. hier sieht man die Bemaßungen, jedenfalls ein wenig und kann sich vorstellen was für ein Monster dieses Triebwerk ist

Die Anzahl der Verbrennungen in einer Sekunde nennt man Frequenz. Beim As 014 sind es im "kalten Zustand 17Hz .

Wenn das Rohr heiß wird verdoppelt sich die Frequenz auf 34Hz bei unvorstellbaren 140 dbA

10 Meter nach Rohraustrittsende gemessen. Der Treibstoffverbrauch liegt bei 30 Liter in der Minute bei 2.2 bar Kraftstoffeinspritzdruck.

Die Leistung des As 014 ist abhängig von der Treibstoffqualität und des Luftdurchfluss. Bei 1000m Höhe erreichte man die Leistung von 312kp Schub.

Das verwendete Material zum Bau war Stahlblech. Nur wenige Teile wurden aus Aluminium gemacht. Die Stege des Klapperegisters,

welche den Ventilen Sitz boten spritzte man aus Aluminium.

Die Ventile wurden in Unterschiedlichen Stärken gefertigt. Sie bestanden aus Federstahlblech von 0.15 bis 0,19 mm.

Der Treibstoff spritzte aus 9 sogenannten Drallzerstäuberdüsen in den Verbrennungsraum.

Dazu kamen noch 3 Pressluftdüsen mit denen Luft für den Anlassvorgang, zum Erreichen eines sauerstoffreichen Gemisches,

eingeblasen wurde.

Funktionschema.gif (7098 Byte)

Die Zündung übernahm eine konventionelle Zündkerze, die mit Hilfe eines Summers einen Dauerfunken erzeugte.

Startgeräusche beim Anlassen eines Pulstriebwerkes

Im August/September 1943 fand die Flugerprobung entlang der pommerschen Küste mit dem Kurs von 72 ° ins Zielgebiet nördlich von Stolp (heute Slupsk/Polen) statt.

In der insgesamt 18 Monate dauernden, von zahlreichen Problemen unterschiedlichster Art begleiteten Erprobungszeit im Luftwaffenerprobungszentrum Peenemünde sind etwa 350 Prototypen gebaut worden. Bis zur Serienfertigung wurden etwa 150 Modifizierungen durchgeführt.

März 1944: die mehrfach verzögerte Serienfertigung ( gesamt rund 32.000 V-1, davon 2175 für Versuche; Stückpreis 5060 RM) beginnt.

Start Video (AVI)  einer Fi 103 ca. 4 Sek. ( ca. 516 KB )

12./13. Juni 1944: das von Oberst Max Wachtel befehligte Flak-Regiment 155(W) startet die ersten zehn V-1 (Tarnname FZG 76 - Flakzielgerät), nur vier erreichen England. Bis zum Kiegsende starten 8.892 V-1 vom Boden. Davon erreichen 3.530 das Ziel und 2.419 treffen London.

Gegen Antwerpen und Rotterdam starten ab Anfang 1945 2.488 weitere V-1.

7.Juli 1944 bis 15.Januar 1945: Von 100 Flugzeugen des Typ He 111 aus starten 1.776 V-1, hauptsächliche Ziele London und Southhapton. In dieser Zeit gehen 80 Maschinen verloren.

Januar bis März 1945 startet ein Regiment der Waffen SS von Delft aus 300 Flugkörper der Version F-1 ( gegen England; verringerte Ladung, größere Reichweite 370 Km) und B-1 (gegen Ziele im Invasionsraum auf dem Festland; Flügel in Holzbauweise).

Zu den Gesamtstarts und Fehlstarts/Verlusten der V-1 gibt es unterschiedliche Zahlen. Gesamt 22.679 gestartet , davon 8.839 gegen London; 1.052 Versager beim Start, viel Flugkörper gehen im offenen Gelände nieder, 1.871 werden von britischen Jägern, 4.061 durch die Flak vernichtet. England registriert 5.823 Einschläge; die von Holland und aus der Eifel gestarteten 11.988 V-1 richten zwar beträchtliche materielle Schäden an, haben aber keinen militärischen Wert.

Die probeweise von der Testpilotin Hanna Reitsch geflogene Selbstopferwaffe "Reichenberg" kommt zum Glück nicht zum Einsatz.

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Dies ist der imposante Anblick des As 014 von vorne.

 

Zu sehen sind die Lufteinlassverkleidung, die 9 Kraftstoffdüsen und das Klappenregister.

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2 Stück Walterrampen.jpg (22155 Byte)
Startrampe
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Startrampe
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Kontrolle
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Steuergerät
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Steuergeräte
Walterrampe mit Fi 103.jpg (25419 Byte)
Zündung
Walterrampe mit Fi 103 Zündung.jpg (25580 Byte)
Start
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Flug
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erfolgreicher Start
Walterrampe mit Personal.jpg (17228 Byte) Fi 103 im Flug.jpg (10757 Byte)
Fi 103 3seitenriss.jpg (5917 Byte)
start.jpg (148586 Byte)
Abwurf des Startgestells
nicht detonierte fi 103.jpg (1181423 Byte)
nichtdetonierte Fi 103
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Einschlagstelle in Heidelager 14-17.04.1944
Einschlagstelle in Heidelager 14-17.04.1944 Scharferprobung.jpg (494508 Byte)
Einschlagstelle in Heidelager 14-17.04.1944 Scharferprobung
Im flug von hinten aufgenommen aus Englichem Jäger mit der Schußkamera.jpg (741487 Byte)
Im Flug von hinten aufgenommen aus Jäger mit Schusskamera
Spit lässt Fi 103 abkippen.jpg (268154 Byte)
Spit läst Fi 103 abkippen
Luftbild mit Fi 103 auf Rampe.jpg (427283 Byte)
Luftbild mit Fi 103 auf Rampe
Trägertransport mit V1 des Flak.Rgt. (W) 255 01.01-27.03.1945 mit drei Abteilungen von 35 - 47 Geschützen nochmal 9700 Schuß auf Rotterdam. Belgien und London. 12.01.45  15000 S.jpg (1732119 Byte)
Trägertransport mit V1 des Flak.Rgt. (W) 255  01.01-27.03.1945 mit drei Abteilungen von 35 - 47 Geschützen nochmals 9.700 Schuss auf Rotterdam, Belgien und London. Am 12.01.45 erfolgte der 15.000 Schuss
he 111 + fi 103.jpg (602913 Byte)
He 111 im Marschflug zur Reiseflughöhe mit Fi 103 unter der Fläche
Fi 103 startet von He 111.jpg (299528 Byte)
Fi 103 startet im Flug unter einer He 111

Start einer Fi 103 aus Begleit He 111 Fotografiert

Fi 103 auf Rampe vor dem Start
V1 im Flug.jpg (11209 Byte)
Fi 103 im Flug über England
V1 kurz vor Aufschlag.jpg (10817 Byte)
Fi 103 kurz vor Aufschlag
Fieseler Fi 103 FZG 76 1942.jpg (14455 Byte)
Vorbereitung zum Einsatz 1942
Fieseler Fi 103 FZG 76 final moments before impact.jpg (5808 Byte)
Fi 103 kurz vor Einschlag
Fi 103-1 Reichenberg III.jpg (357238 Byte)
Fi 103 Reichenberg III ohne Antrieb für Schulung mit 2 Kabinen
Fi 103-1 Reichenberg IV.jpg (303276 Byte)
Fi 103 Reichenberg IV für den Sondereinsatz bei Lärz/Rechlin Aug./Sep. 1944
Kopie von reichenb021.jpg (83736 Byte)
Alliierte sichern 
Re IV
Reichenberg.jpg (68568 Byte)
Fi 103
Re IV
Einsatzmodell
As014Farbe[1].jpg (60142 Byte)
AS 014 Triebwerk
v1mit hydrophon.gif (38891 Byte)
Projekt der Gothaer Wagonfabrik 
Fi 103 mit Hydrophon

Einschlag einer Fi 103 Video  ca. 4 sek.(649 KB)

 

Die Faszination die von der Reichenberg ausgeht ist sicherlich begründet in der Tatsache, dass sie inoffiziell für " Selbstopfereinsätze " konstruiert worden ist.

Die offizielle Version besagte, der Pilot sollte die Reichenberg auf das Ziel lenken, die Steuerung blockieren und abspringen. Das sehr kleine Flugzeugführerraum, sowie die immense Geschwindigkeit ließen das mit Sicherheit nicht zu. Mir ist auch nicht bekannt, dass in der Erprobungsphase jemals einem Piloten dieses Kunststück gelungen wäre.

Die Entwicklung, aus einer Lenkwaffe ein über 700 Km/h schnelles Flugzeug zu machen, dauerte nur knapp 5 Wochen. Unter dem Decknamen " Segelflug GmbH Reichenberg "

Es wurde ein Team aus Arbeitern, Konstrukteuren und Technikern zusammengestellt, die Tag und Nacht,

ohne Wissen der Führung, ihre Arbeit machten. Die Tatsache, dass in solcher kurzen Zeit

ein Flugzeug geschaffen worden ist, welches schneller als die bekannten Jagdflugzeuge war,

mit einem Antrieb der an Einfachheit kaum zu Überbieten ist, finde ich, ist ein Geniestreich.

 

Enkel der Fi 103 Fotoserie aus der Technologie der Fi 103 entstanden viele Flugkörper in der ganzen Welt bis hin zum Tomahawk Marschflugkörper der heutigen Zeit.

 

Betten Uhlmann
Betten-24.de
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